PRAXISZEITUNG BRUSTKREBS AKTIV ANGEHEN

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Brustkrebs aktiv angehen - Selbst untersuchen – früher erkennen

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau in Deutschland. Bis zu 10% aller Frauen erkranken irgendwann im Laufe ihres Lebens daran. Im Frühstadium verursacht Brustkrebs keine Beschwerden. Doch die Heilungschancen sind umso besser, je früher ein Tumor in der Brust erkannt wird.
Daher sollte sich jede Frau im eigenen Interesse selbst um Früherkennung kümmern - angefangen bei der regelmäßigen Selbstuntersuchung der Brust über die Früherkennungs-Untersuchungen bis hin zur gezielten Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) und der Ultraschalluntersuchung (Mammasonografie). Nur so kann eine sich heranbildende Geschwulst rechtzeitig erkannt und abgeklärt werden, bevor sich eine Krebserkrankung ausbreiten und lebensgefährlich werden kann.

Brustkrebs-Früherkennug - das Wichtigste in Kürze:

  • Früherkennungsuntersuchung: einmal im Jahr beim Gynäkologen.
    Der geschulte Arzt kann bei der Selbstuntersuchung evtl. übersehene Veränderungen an den Brüsten und in den Achselhöhlen erkennen oder ertasten.
  • Mammographie: Zwischen 50 und 69 Jahren sollten Frauen alle ein bis zwei Jahre
    eine solche spezielle Röntgenaufnahme der Brust anfertigen lassen. Eine Vergleichs-
    aufnahme aus früheren Jahren kann hilfreich sein.
  • Mammasonografie: Die Ultraschalluntersuchung der Brust in der Zwischenzeit erhöht die Sicherheit ohne Strahlenrisiko.
  • Selbstuntersuchung der Brust: Jede Frau sollte in Abständen von einem Monat ihre Brust und Achselhöhlen sorgfältig abtasten und die Haut untersuchen (vor den Wechseljahren nach Abklingen der Regelblutung). Wenn Sie bei dieser Untersuchung Auffälligkeiten oder Veränderungen feststellen, sollten Sie sofort unsere Praxis aufsuchen. Berichten Sie, was Ihnen aufgefallen ist. Die meisten Veränderungen sind gutartig, aber Sicherheit bringt nur die medizinische Abklärung. Deshalb zögern Sie nicht, es geht um Ihre Gesundheit.

Die Selbstuntersuchung der Brust – ganz einfach:

  1. Sellen Sie sich mit anliegenden Armen vor den Spiegel. Achten Sie auf Veränderungen
    der Brust, des Umfangs, der Form und des Aussehens der Haut.
  2. Heben Sie beide Arme an. Bewegen sich Ihre Brüste mit? Betrachten Sie sich von vorn
    und von den Seiten. Sehen Sie Hautfalten, -einzeihungen oder –vorwölbungen? Verglei-
    chen Sie Ihre Brüste. Gibt es Veränderungen?
  3. Drücken Sie jede Brustwarze zwischen Daumen und Zeigefinger. Sollte eine Flüssigkeit erscheinen, achten Sie auf die Farbe.
  4. Tasten Sie mit allen Fingern der flachen Hand im Uhrzeigersinn. Die rechte Brust mit der linken Hand, die linke Brust mit der rechten Hand.
  5. Tasten Sie jeweils ein Viertel der Brust ab. Im oberen äußeren Viertel ist das Gewebe
    meist dichter. Bemerken Sie Verhärtungen, Knötchen oder besonders empfindliche
    Stellen?
  6. Tasten Sie Ihre Achselhöhle bei herabgelassenem Arm und erhobenem Arm ab. Stellen Sie Veränderungen oder Verdickungen fest?

Haben Sie Fragen zu diesem oder anderen Themen, können Sie gerne mein Praxisteam und mich darauf ansprechen.

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