PRAXISZEITUNG ERGÄNZENDE UNTERSUCHUNGEN

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Ergänzende Untersuchungen in der Schwangerschaft

Liebe werdende Mutter,
ich freue mich mit Ihnen über Ihre Schwangerschaft und biete Ihnen mit meinem Team eine
optimale Betreuung an in den für Sie und das Ungeborene besonders wichtigen kommenden Monaten.

Wie Sie sicher wissen, sind die in der Schwangerschaft durchzuführenden und von den Kassen zu vergütenden Untersuchungen durch die Vorgaben der gesetzlich festgelegten Mutterschaftsrichtlinien bestimmt. Bedauerlicherweise richten sich Art und Umfang dieser Untersuchungen nicht nach dem medizinisch Sinnvollen oder Wünschenswerten, sondern nach dem medizinisch Notwendigen.

Ich möchte daher Sie und Ihren Partner bitten, die folgende Liste der in diesem Zusammenhang wichtigen Leistungen, mit denen die Schwangerenvorsorge verbessert und auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden kann, durchzusehen. Nach Rücksprache mit unserem Team können Sie sich dann für die für Sie sinnvollen Maßnahmen entscheiden.
Bitte beachten Sie besonders Ultraschall und Ultraschall-Doppleruntersuchung mit hochauflösender Technik, Toxoplasmose, Schilddrüsenstörung, Zucker und Down-Syndrom.

1. Ultraschall und Ultraschalldoppler

Eine wichtige Kontrolle für eine zeit- und regelrechte Entwicklung der normalen Schwangerschaft stellt die Ultraschalluntersuchung dar. Die Mutterschaftsrichtlinien sehen für eine unauffällig verlaufende Schwangerschaft drei Ultraschallkontrollen vor: In der 10., 20. und 30. Woche.
Sie können nach Ihren Wünschen jederzeit Ultraschalluntersuchungen durchführen lassen.
Neueste hochauflösende Ultraschalltechnik ermöglicht wunderbare Einblicke.
Mit der neuen farbcodierten Doppler-Ultraschalltechnik sind wir in der Lage, uns von einer regelrechten Durchblutung von Gebärmutter und Mutterkuchen und damit normalen Entwicklung des Feten zu überzeugen. Deshalb sind Doppler-Untersuchungen in der 18. und 28. SSW empfehlenswert.

2. Trisomie 21, Down-Syndrom (Triple-Test)

Diese Untersuchung lässt ein erhöhtes Risiko für ein Down-Syndrom (Mongolismus) oder offenen Rücken beim Kind erkennen. Es wird eine Blutprobe bei der Mutter entnommen und eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung in der 16. Schwangerschaftswoche durchgeführt.

3. Zucker (Schwangerschaftsdiabetes)

Mit diesem Bluttest kann eine versteckte Zuckerkrankheit entdeckt werden, die bei etwa 5-10 Prozent der Schwangeren durch die Schwangerschaft hervorgerufen wird. Unentdeckt und unbehandelt kann der sogenannte Gestationsdiabetes zu schweren und schwersten Komplikationen bei Mutter und Kind führen. Der einfache aber wichtige Test sollte um die 24. SSW durchgeführt werden.

4. Schilddrüsenstörung (TSH-Test)

Dieser Bluttest soll eine Fehlfunktion der Schilddrüse aufdecken und wird möglichst zum Beginn der Schwangerschaft durchgeführt. Eine Störung bei der Mutter kann massiv die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes beeinträchtigen.

5. Toxoplasmose

Die Toxoplasmose ist außerhalb der Schwangerschaft eine meist harmlose, mit grippeähnlichen Symptomen verlaufende Erkrankung. In der Schwangerschaft aber gefährdet sie das Kind. Bei fehlendem Schutz müssen rohes Fleisch und Kontakt zu Katzenkot vermieden werden. Da die Erkrankung oft unerkannt verläuft, aber behandelt werden kann, empfehlen sich Blutkontrollen in der 10., 20. und 30. Schwangerschaftswoche.

6. Chlamydien

Chlamydien sind Bakterien, die meist unbemerkt u.a. im Gebärmutterhalskanal vorkommen können. Bei der Schwangeren verursachen sie vorzeitige Wehen oder Blasensprung, beim Neugeborenen Augenentzündungen. Die Mutterschaftsrichtlinien sehen einen Testabstrich vom Gebärmutterhals in der Frühschwangerschaft vor.
Sinnvoll ist auch ein Test am Ende der Schwangerschaft zum Schutz des Kindes.

7. Streptokokken A und B

Streptokokken der Gruppe A können im Wochenbett zur Blutvergiftung der Mutter führen,
Streptokokken der Gruppe B zu einer tödlichen Infektion beim Neugeborenen.
Mit einem Scheidenabstrich am Ende der Schwangerschaft lassen sich diese Erreger erkennen und behandeln.

8. Ringelröteln (Parvo-Virus 19)

Dieser Virus kann zu Missbildungen beim Ungeborenen führen. Falls bei dem Bluttest in der Frühschwangerschaft kein Schutz festgestellt wird, sollten Sie eine Infektion durch unnötigen Kontakt zu Infizierten meiden. Bei vorhandenem Schutz kann keine erneute Infektion erfolgen.

 

Diese sog. Individuellen Gesundheitsleistungen sind freiwillig und werden privat in Rechnung gestellt. Eine Kostenerstattung durch Ihre gesetzliche Krankenkasse ist nicht möglich.

Haben Sie Fragen zu diesem oder anderen Themen, können Sie gerne mein Praxisteam und mich darauf ansprechen.

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